Sozialkunde 2017-09-20T21:53:23+00:00

Sozialkunde

Das Fach Sozialkunde nimmt am sozialwissenschaftlichen Zweig des Peutinger-Gymnasiums (WSG-S-Zweig) eine profilbildende Rolle ein.

Ab der 8. Jahrgangsstufe wird dieses Schwerpunktfach bis zur 10. Jahrgangsstufe je zwei Wochenstunden unterrichtet und mit jeweils zwei Wochenstunden ‚Sozialpraktischer Grundbildung’ (SoG) ergänzt.

Für unsere ‚Anfänger’ wird in den 8. Klassen zusätzlich eine Wochenstunde Intensivierung in Sozialkunde verpflichtend angeboten; in der 10. Jahrgangsstufe des WSG-S-Zweigs kann der Unterricht in Sozialkunde durch eine Profilstunde noch effektiver gestaltet werden.

Die im WSG-S-Zweig angestrebte Kombination von sozialkundlichen Themen mit dem Blick auf die soziale und politische Praxis und eigenem Handeln eröffnet zusätzliche Chancen, theoretische Kenntnisse, praktische Erfahrungen und eigene Fähigkeiten miteinander zu verbinden und ein hohes Maß an sozialen Kompetenzen zu erwerben.

Schülerinnen und Schülern des WSG-S-Zweiges steht auch in der Oberstufe die Möglichkeit offen, Sozialkunde weiterhin zweistündig zu belegen, bzw. das Fach Sozialwissenschaftliche Arbeitsfelder (SWA) zu wählen und damit ihren sozialwissenschaftlichen Schwerpunkt beizubehalten.

Die Sozialkunde hat die Aufgabe, ein fundiertes Wissen über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge in unserer modernen Gesellschaft zu vermitteln und das Verständnis dafür zu vertiefen.

Die Jugendlichen setzen sich dabei zunächst vornehmlich mit ihrer eigenen Lebenswelt auseinander, betrachten z.B. die Familie als solches und befassen sich mit den Themen Erziehungsstile, Gruppendruck und Konflikte. Aber auch allgemeine gesellschaftliche Fragestellungen, wie Vorurteile, gesellschaftlicher Wandel etc. werden intensiv betrachtet. Einen wesentlichen Stellenwert der Ausbildung bis zur 10. Jahrgangsstufe haben aber auch politische Themen. So werden dem jeweiligen Alter gemäß politische Institutionen, deren Handeln, Zusammenwirken und Machtstrukturen zunehmend reflektiert betrachtet. Die Schüler sollen dadurch zu einer fundierten Einordnung von aktuellen politischen Ereignissen in Gesamtzusammenhänge und einer kritischen Auseinandersetzung damit befähigt werden.

Darüber hinaus gibt das Fach Sozialpraktische Grundbildung die Möglichkeit, sich mit wichtigen sozialen und politischen Fragestellungen praxisbezogen auseinander zu setzen. So steht das eigene Tun der Schülerinnen und Schüler noch mehr als im Fach Sozialkunde im Vordergrund. Im Unterricht in SoG versuchen wir verstärkt auch neue Wege des Lernens zu gehen und vor allem Raum für Exkursionen, Projektarbeit, Gruppenarbeit, entdeckendes Lernen etc. zu geben, um damit problemlösendes Denken der Schülerinnen und Schüler, sowie deren Sozial- und Selbstkompetenz zu fördern. In allen drei Jahrgangsstufen des WSG-S-Zweiges können damit zusätzliche Kenntnisse und praktische Erfahrungen zu psychologischen und pädagogischen Grundlagen, sowie zu rechtlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und historischen Rahmenbedingungen für die soziale und politische Arbeit gewonnen und damit das Verständnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit nachhaltig gefördert werden.

Die Praxisorientierung dieses Faches wird noch unterstrichen durch ein dreiwöchiges Sozialpraktikum, das alle Schülerinnen und Schüler des WSG-S-Zweiges absolvieren müssen. Sie sollen dabei durch eigenes aktives Engagement in einer sozialen Einrichtung eine Begegnung mit der sozialen Wirklichkeit erleben, den Nutzen von sozialem Engagement erkennen und erfahren dadurch nicht zuletzt ein Stück Persönlichkeitsbildung.

Praktikumsplätze sind dabei z.B. Einrichtungen der Krankenpflege, Altenpflege, Behinderteneinrichtungen, Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, etc.