Schüleraustausch 2019-11-04T11:47:59+01:00

Schüleraustausch

England – Austausch mit Oxford

Seit mehr als 35 Jahren unterhält das Peutinger-Gymnasium einen regen Austausch mit der Cherwell School in Oxford. Ursprünglich eine Angelegenheit der beiden Schulorchester, wird der Austausch nun besonders von Mitgliedern der Englisch-Fachschaft getragen. Jedes Jahr im Herbst, meist entweder in der letzten September- oder der ersten Oktoberwoche, brechen die deutschen Schüler für zehn Tage nach Oxford auf, um spektakuläre Herbsttage in Oxford und Umgebung zu erleben. Der Gegenbesuch der englischen Schüler findet stets gegen Ende des Schuljahres Anfang Juli statt.

Unser Austausch richtet sich an Schüler der neunten und zehnten Klassen. Viele der ehemaligen Teilnehmer erzählen, dass der Oxfordaustausch für sie eines der prägenden Erlebnisse ihrer Schulzeit gewesen sei, in manchen Fällen sind sogar dauerhafte Freundschaften entstanden.

Oxford

Während der zehn Tage teilen die Schüler das Leben der englischen Gastfamilien, sie besuchen die Schule und lernen in mehreren Ausflügen den Süden Englands und London kennen.  Das Programm für den Gegenbesuch in Deutschland wird entsprechend gestaltet. Dabei bezahlen die Familien der deutschen Schüler alle in Deutschland anfallenden Kosten und die Familien der englischen Schüler alle in England entstehenden Kosten.

Gerne informieren wir Sie über mögliche Zuschüsse und Beihilfen zur Finanzierung dieses Aufenthalts.

Koordination: Birgitta Kaiser, Nicola Richter

Spanien

Spanisch wird am Peutinger-Gymnasium als spätbeginnende und als dritte Fremdsprache unterrichtet. Die Schüler bekommen alle zwei Jahre die Möglichkeit, an einem Austausch mit Gleichaltrigen teilzunehmen. Über mehrere Jahre hinweg haben wir enge Beziehungen zu einer Sekundarschule in Santiago de Compostela in Nordwestspanien gepflegt, die jetzt aber zu unserem Bedauern neue Wege begehen will.

Deswegen sind wir besonders glücklich, dass wir ab dem Schuljahr 2016/2017 freundschaftliche Beziehungen zu  einer Sekundarschule in einer kleinen Küstenstadt im Baskenland aufnehmen konnten. Unser erster Besuch in Spanien wird im Februar 2017 erfolgen. Während unseres Aufenthalts dort erhalten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse und ihre kulturellen Kompetenzen vor Ort auszuprobieren und zu verbessern. Neben dem Schulbesuch stehen vor allem Ausflüge in die nähere Umgebung und gemeinsame Freizeitaktivitäten im Vordergrund. Der Gegenbesuch unserer neuen Partner in Augsburg findet im Frühjahr statt. Wir freuen uns auf positive Erfahrungen auf beiden Seiten und hoffen auf gutes Gelingen.

Koordination: Beate James


USA – Austausch mit Denton, Texas

17 Tage in Texas

Als ich am 11. Oktober 2019 von München nach Denton abflog, war ich sehr aufgeregt: Was wird mich in den USA erwarten? Eine völlig andere Kultur? Wie werde ich mit der Gastfamilie zurechtkommen?

Aber bereits nach den ersten Tagen waren alle Ängste beseitigt. Die andere Lebens- und Denkweise besonders zu Themen wie Umweltschutz und Waffen war natürlich zu Beginn erst mal gewöhnungsbedürftig. Jedoch waren diese „Probleme“ durch die besondere Herzlichkeit, die meine Gastfamilie an den Tag legte, nicht allzu lang von Bedeutung. Und auch die tollen Erfahrungen, die ich mit meinem Austauschpartner Corben machte, sorgten dafür, dass diese Dinge zugegebener Weise ziemlich weit in den Hinterkopf gerieten. Denn wer denkt schon während eines Privatflugs über den „Red River“, einen Fluss, der die Staaten Texas und Oklahoma voneinander trennt, an etwas anderes als die unfassbare Schönheit und Weite der USA? Und dies war auch nur eines meiner vielen großartigen Erlebnisse in Texas.

In einem Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung den menschengemachten Klimawandel leugnet, spielen hoher Spritverbrauch und die damit verbundenen Abgase keine große Rolle. Überdimensionierte Fahrzeuge sind ein Teil der amerikanischen Kultur. Eben jene bekam ich während einer Monstertruck Show im AT&T Stadion der Dallas Cowboys zu sehen. Dort fuhren die Fahrer nicht nur um die Wette, sondern zeigten unter sehr lauten Motorgeräuschen, was sie für Kunststücke mit ihren Trucks beherrschten. Allgemein gesagt war mein Aufenthalt sehr von Fahrzeugen jeder Art geprägt. Neben dem Flugzeugrundflug erhielt ich noch auf dem Motorrad des Großvaters meines Austauschpartners eine kleine Stadtrundfahrt durch Denton. Bei dieser zeigte er mir das Zentrum und die große Universität der Stadt.

Einen weiteren großen Spaßfaktor stellte das Quadfahren auf dem weitläufigen Grundstück der Großeltern dar. Mit Helmen und Quads der Großeltern ausgestattet, rasten wir 30 Minuten lang über ehemalige Weidefelder für Pferde. Nach dem Motto ,,wenn wir gerade schon mal dabei sind…“, zeigte mein Austauschpartner mir noch, wie man mit einem Auto fährt. Und so kam es, dass ich mit 16 Jahren in Amerika mit einem Honda durch die Gegend fuhr. Es soll an dieser Stelle kurz erwähnt sein, dass alle unsere Handlungen im Rahmen des Gesetzes stattfanden.

Als der Tag des Abschieds bevorstand, waren alle Beteiligten sehr betroffen. Die Großeltern, die mich, und ich sie ebenfalls, sehr ins Herz geschlossen hatten, schenkten mir neben sehr vielen Caps und einem Shirt noch einen sehr emotionalen Brief zum Abschied. Darin schrieben sie, dass es für sie eine große Ehre war, mich kennenzulernen. Beim Verlassen des Hauses und auch am Flughafen flossen bei vielen Mitgliedern meiner Gastfamilie die Tränen. Bevor ich endgültig zum Check-In für den Rückflug ging, musste ich meinem Austauschpartner noch versprechen, ihn wieder in Denton zu besuchen. Bereits jetzt überlegen wir uns, wie wir uns außerhalb des Austauschprogrammes treffen könnten.

Am Ende kann man sagen, dass mein Austauschpartner nicht mehr nur ein Partner, sondern vor allem ein sehr guter Freund geworden ist.

Auch die anderen 11 Mitschüler/-innen des Austauschprogramms haben fast ausschließlich positive Erfahrungen gesammelt. Wir durften das amerikanische Schulsystem mit seinen Besonderheiten, Sport-Events und Veranstaltungen kennenlernen. Wer würde zum Beispiel schon in Bayern vor jedem Stundenwechsel einen Eid auf die deutsche und bayerische Verfassung schwören? Auch unsere gemeinsamen Unternehmungen mit den amerikanischen Austauschpartnern waren auf der ganzen Linie unterhaltsam. So gab es beispielsweise eine Willkommensparty, einen Ausflug nach Dallas und eine Halloween-Abschiedsparty.

Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Austausch nicht einmalige Angelegenheit bleibt, und Frau Täufer und Frau Fleischer auch in den nächsten Jahren die vielen Mühen und Anstrengungen auf sich nehmen, die mit so einem Programm verbunden sind.

Ich jedenfalls kann eine Teilnahme an dem USA-Austausch allen empfehlen. Wir können den Gegenbesuch unserer amerikanischen Freunde im Sommer 2020 kaum noch erwarten.

Text: T. Bernard

Koordination: S. Täufer